Viele Projekte starten mit einer klaren Erwartung:
Ein Interface soll schöner, eine Website übersichtlicher oder ein Produkt moderner werden. Doch sehr schnell zeigt sich, dass es selten um Design im engeren Sinne geht.
Es geht um Fragen wie:
Was soll hier eigentlich verstanden werden?
Wo entsteht Unsicherheit?
Welche Entscheidung fällt der Nutzer — oder der Kunde — an welchem Punkt?
Genau hier beginnt Experience Design.
Experience Design ist kein Oberflächenjob
UX und UI sind wichtige Disziplinen. Aber sie beschreiben Teilaspekte, nicht das Ganze.
Experience Design betrachtet:
Abläufe statt Screens
Entscheidungen statt Klicks
Wirkung statt Funktion
Es geht darum, wie sich etwas anfühlt, bevor es gestaltet wird — und wie konsistent dieses Gefühl über alle Berührungspunkte hinweg bleibt.
Gute Experiences entstehen vor dem ersten Entwurf
In vielen Projekten liegt der größte Hebel nicht im visuellen Design, sondern davor. In Gesprächen, Beobachtungen und im Verständnis für Kontexte.
Ein Experience Designer fragt nicht zuerst:
Wie soll das aussehen?
Sondern:
Warum existiert das?
Für wen?
Und was soll sich dadurch verändern?
Erst wenn diese visionären Fragen geklärt sind, wird Gestaltung sinnvoll.
Design als Entscheidungsraum
Experience Design ist ein Entscheidungsprozess und jede davon wird bewusst oder unbewusst getroffen.
Zum Beispiel:
Was wird hervorgehoben?
Was bleibt im Hintergrund?
Wo wird geführt, wo Freiraum gelassen?
Diese Entscheidungen lassen sich nicht aus Vorlagen ableiten. Sie entstehen aus Erfahrung, Nutzerbefragung und dem Mut, Komplexität zu vereinfachen und richtig einzuordnen.
Warum das für Unternehmen relevant ist
Für Unternehmen bedeutet das: Gute Experiences sind kein Zufallsprodukt und kein reines Design-Thema.
Sie wirken sich aus auf:
Vertrauen
Markenwahrnehmung
Entscheidungsqualität
langfristige Nutzung
Ein Experience Designer verbindet Design, Strategie und Technologie zu einem stimmigen Gesamtbild, das nicht nur funktioniert, sondern von Menschen verstanden wird.
Experience Design im Zusammenspiel mit Technologie
Moderne Tools und KI können Prozesse beschleunigen und Optionen sichtbar machen. Doch auch hier gilt: Sie ersetzen keine Entscheidungen.
Experience Design sorgt dafür, dass Technologie:
sinnvoll eingesetzt wird
dem Menschen dient
Orientierung schafft, statt zu überfordern
Nicht jedes Feature verbessert die Experience. Manchmal ist Weglassen die bessere Entscheidung.
Am Ende geht es um Impact
Experience Design misst sich nicht an Wow-Effekten, sondern an dem, was bleibt. Ein Gefühl von Sicherheit und Beherrschbarkeit. Durchblick und emotionaler Haptik, also dem Gefühl im Geiste, wie sich etwas anfühlt, wenn man es nutzt. Wenn Menschen intuitiv wissen, was innerhalb einer App oder einer Desktop-Anwendung zu tun ist — und warum — dann wurde die Experience richtig gedacht. Experience Design ist somit kein Zufallsprodukt eines durchgestylten User Interface. Es ist ein strategischer User Flow auf dem jedes Interface seine gestalterischen Segel setzt, getreu dem Motto: "Form Follows Function".
Wenn Du Dich mit ähnlichen, spannenden Fragen in Deinen Projekten beschäftigst, lohnt sich im Übrigen oft ein früher Austausch.








